Dr. Friedhelm Marciniak verklagt den Mobbing-Gegner
Mir ist ein Fall bekannt geworden, in dem ein Rechtsanwalt T.J. (leider aus Kassel) eine Abmahnung unterzeichnete in welcher er wie folgt darlegte:
Sein Mandant Dr. F.M. habe erst in einer schriftlichen Stellungsnahme und dann auch vor Gericht erklärt eine Person M. habe es in seiner Abteilung nie gegeben.
An anderer Stelle las der Autor die Fortsetzung: In dem Verfahren, es ging um Mobbing im VW-Konzern, wurde der Kläger B. beschuldigt diese Person M. erfunden zu haben und sich sogar lustig gemacht: B. habe einen Verbesserungsvorschlag wohl eher bei sich selbst eingereicht und das alles nur erfunden.
Später habe der Mandant Dr. F.M. mit einem Herrn Justitiar K. nachgeforscht und festgestellt, dass es den M. doch mal in der Abteilung gab. Na sowas! Vermutlich ist der Doktor F.M. vom Ideenmanagement auf die Idee gekommen nach dem angeblichen Befragen der Telefonliste auch bei der Personalabteilung nachzufragen…
Anwalt T.J. verlangt nun von einem Dritten zu unterlassen, dass behauptet oder wiedergegeben wird, sein Mandant habe in der fraglichen Verhandlung erneut unwahre Tatsachenbehauptungen vor Gericht vorgetragen. Schließlich sei der unwahre Vortrag nicht entscheidungsrelevant gewesen und man habe diesen Vortrag nachfolgend in einem Schreiben an das Gericht richtig gestellt.
Witzig: Erst räumt er ein, dass in öffentlicher Gerichtsverhandlung unwahr vorgetragen wurde und dann will er es unterlassen haben, dass dieses berichtet wird. Sein Mandant habe schließlich nicht bewusst(!) unwahr vorgetragen.
Na sowas! Da hatte der Mandant eben mal frech etwas behauptet, was er fast ungeprüft für wahr halten wollte? Da kann man später natürlich nicht schreiben, dass er im Termin eine unwahre Tatsachenbehauptung getätigt habe…
Noch lustiger als den Sachverhalt fand der Autor die Idee, dass T.J. vom Abgemahnten für diese erkennbare Fehlleistung 453,63 Euro fordert. Nun ja. Die kann ja der Mandant Dr. F. M. zahlen. Man muss es ihm jetzt nur noch den Ruf der Kanzlei schonend beibringen. Vielleicht sollte die Kanzlei eine Abteilung „Ideenmanagement“ gründen. Bei Volkswagen in Baunatal bei Kassel gibt oder gab es sowas!
Der Autor verspricht leise zu lachen.
Das Mittelspiel:
Wolfsburg: Der ehemalige VW-IT-Experte und Journalist Detlev Lengsfeld, oft in den Medien bezüglich der Berichterstattung über Mobbing im Konzern (1), traute seinen Augen nicht. Ihm flatterte eine Klage ins Haus, weil er einen bis heute freizugänglichen Beitrag des “Tagesschau”-Forums (2) aus dem Jahre 2004 gespiegelt hatte, in dem von einem Prozess des ehemaligen VW-Angestellten Rainer Beutler gegen seinen Konzern berichtet worden war. Beutler hatte geklagt, weil laut seinen Angaben der Konzern von ihm gemachte Vorschläge durch Vorgesetzte habe verschwinden lassen, so die Vorwürfe.
Verklagt wurde Journalist Lengsfeld jetzt durch den damaligen Leiter des Ideenmanagement des Kasseler Werks, Dr. Friedhelm Marciniak.
Seit 2005 gab es immer wieder Affären um VW. Aus der Firmenleitung des Volkswagen-Konzerns heraus waren Mitglieder des Betriebsrates mit finanziellen Zuwendungen, Luxusreisen und Dienstleistungen von Prostituierten bestochen und in ihren Entscheidungen korrumpiert worden. Bislang ist der frühere Personalvorstand Peter Hartz rechtskräftig verurteilt worden. Weitere Verfahren gegen Helmuth Schuster und den früheren VW-Betriebsratsvorsitzender Klaus Volkert stehen noch aus. (3)
Rainer Beutler hat nach seinem Eintreten “als mutiger Vorkämpfer gegen Mobbing und Korruption in Hessen” (Mein Parteibuch) bei der Landtagswahl in Hessen für die “Unabhängigen” kandidiert.
Die Klage des damaligen VW-Managers Marciniak gegen den Journalisten Lengsfeld (u.a. Gründer der bekannten Internetzeitung “Mobbing Gegner”) wegen Zitaten aus einer seit Jahren frei zugänglichen Quelle, hat laut Einschätzung von Juristen keinerlei Aussicht auf Erfolg. Denn dies hätte zur Folge, dass praktisch im gesamten Nachrichtenwesen keine Zitate mehr vorgenommen werden dürften, selbst aus öffentlich-rechtlichen Medienanstalten.
Erst kürzlich hatte das Bundesverfassungsgericht die Meinungsfreiheit gestärkt und die die Anforderungen für den Abdruck von Gegendarstellungen erhöht. Nach einem heute veröffentlichten Beschluss sind die Medien nur dann zur Veröffentlichung verpflichtet, wenn sich diese auf eine eindeutige Behauptung in einem Bericht bezieht. Fühlt sich der Betroffene lediglich durch eine fern liegende Interpretation des Textes “nachteilig dargestellt”, dann hat die Pressefreiheit Vorrang.ansonsten könnte “die Presse mit Gegendarstellungsansprüchen überhäuft” werden. Die Folge wäre eine “starke Zurückhaltung” in der Berichterstattung, hiess es. Dies würde aber dem Ziel widersprechen, auf ein hohes Maß an Informiertheit der Öffentlichkeit durch die Presse hinzuwirken, so die Verfassungsrichter in ihrem Urteil 1 BvR 967/05. (4)
Besonders pikant bei der aktuellen Klage gegen Lengsfeld: die “Tagesschau” wurde von Ideemanager Marciniak offenbar nicht verklagt.
weiterer Artikel zu VW:
16.11.2007
VW-Skandal: Ein bemerkenswerter Brief von Ferdinand Piëch
Quellen:
(1)
http://www.capital.de/unternehmen/100009347.html?p=2
(2)
http://forum.tagesschau.de/showthread.php?t=4670
(3)
http://de.wikipedia.org/wiki/VW-Korruptionsaff%C3%A4re
(4)
http://www.tagesschau.de/inland/presserecht2.html
Wie man sich kennen und lieben lernte:
08.10.2004, 22:44
Carsten blue Carsten blue ist offline vbmenu_register(”postmenu_88083″, true);
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Standard Arbeitskreis VW
Hallo Leute,
Es wurde ein Arbeitskreis für VW Betroffene geründet, wo allerlei Probleme aufgezeigt und diskutiert werden.
Es gibt wohl mehrere Baustellen.
Da ich nicht weiß, ob hier Links erlaubt sind und entfernt werden kann jeder selbst im Google suchen unter “Arbeitskreis VW”
Wir können jede Unterstützung gut gebrauchen.
Es gibt auch Artikel von “Prozessbeobachtern”
Carsten
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Carsten blue
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#2
Alt 12.10.2004, 18:58
bosand bosand ist offline vbmenu_register(”postmenu_91133″, true);
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Standard AW: Arbeitskreis VW
Hallo caboka,
ich habe mir den Arbeitskreis VW mal angesehen und bin erstaunt oder vielmehr erschrocken was bei VW so passiert.
Wenn man das ließt wundert einen nichts mehr.
Es ist schon interessant wie ein Herr Bernd Pischetsrieder reagiert oder eben nicht.
Das allerdings die eigenen Betriebsräte und besonders der Vorsitzende Gerhard Kakalick selbst zum Mobber wird, ist schon erschreckend.
Got sei Dank hat die Staatsanwaltschaft in diesem Fall ermittelt.
Verwundert hat mich auch, wie bei Volkswagen mit Verbesserungsvorschlägen umgegangen wird und zu welchen Mitteln gegriffen wird um den Mitarbeitern die Prämien vorzuenthalten.
Ist Herr Marciniak nicht der, der euer Ideenmanagement überall als tollste Sache anpreißt???
Das ihr einen Arbeitskreis gegründet habt und zusammen haltet finde ich große Klasse.
Auch das Engagement von Ricarda Rolf von der Mobbing-Zentrale ist hervorragend.
In den mir bekannten Mobbing Anlaufstellen ist sie – bisher – die einzige, die aktive Hilfe leistet.
Mein Respekt
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bosand
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#3
Alt 13.10.2004, 09:25
dieschlaue dieschlaue ist offline vbmenu_register(”postmenu_91598″, true);
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Standard AW: Arbeitskreis VW
Ich fahre keinen Wagen von VW ! Ich habe einen Ford KA
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dieschlaue
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#4
Alt 20.10.2004, 20:34
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Beiträge: 2
Standard AW: Arbeitskreis VW
Unter der Rubrik:
Volkswagen “Verbesserungsvorschläge” „Prozessbetrug“ und andere „Baustellen“
wurde nun der zweite Teil veröffentlicht.
Zitat:
“Am Dienstag den 12.Oktober fand eine öffentliche Gerichtsverhandlung gegen Volkswagen vor der 6 Kammer des Arbeitsgericht Kassel unter Vorsitz von Richter Schneider statt.
Im Wesentlichen ging es um mehrere Verbesserungsvorschläge des Mitarbeiters Rainer Beutler aus Hess. Lichtenau. Der Leiter des Ideenmanagement des Kasseler Werks, Dr. Friedhelm Marciniak sowie der Syndikus Gerhard Klenner haben auch bei diesem Prozess erneut unwahre Tatsachenbehauptungen vor Gericht vorgetragen.
Beutler hatte seinerzeit mehrfach Verbesserungsvorschläge beim Vorschlagwesen im Werk Kassel der Volkswagen AG bei einem Mitarbeiter Namens Mohr des Vorschlagwesens abgegeben, die Vorschläge durchgesprochen und auch Mitteilungen erhalten.
Mittlerweile war ein Vorschlag verschwunden!
Bei Erörterung dieser Thematik behaupteten sowohl Klenner als auch Marciniak mehrfach : ” Es habe im Werk Kassel nie einen Mitarbeiter Mohr gegeben, der mit Verbesserungsvorschlägen etwas zu tun hatte.”
Auf Nachfrage von Richter Schneider wiederholten sie ihre Aussagen und behaupteten: ” sie hätten dies überprüft, einen “Mohr” habe es in Kassel nicht gegeben !”
Weiter hielt Marciniak einen Vorschlag in die Luft und behauptete:
” Beutler habe diesen bei sich selbst eingereicht ” und “sich erhofft der Liebe Gott würde diesen Vorschlag bearbeiten.”
Offensichtlich bemerkte Marciniak nicht, dass er sich in seiner Überheblichkeit selbst bloßstellte, als er das Dokument, das er aus seinen Akten nahm, in den Händen hielt !!!
Also ist der Vorschlag nachweislich – entgegen der Aussage von Marciniak – beim Vorschlagwesen eingegangen. Sonst hätte Marciniak diesen nicht aus der Akte nehmen und im Gerichtssaal hochhalten können.
Wie sich herausstellte hatte Beutler lediglich seinen Namen eine Zeile zu hoch in dem Formular (Ideenblatt) eingetragen welches beim Vorgesetzten abgegeben wird.
Gemäß der Betriebsvereinbarung Ideenmangement von VW vom 16.06.1999 gilt folgendes: Betriebsvereinbarung Absatz 4.2. Ideenblatt.
“Die Ideen werden auf dem Ideenblatt beim direkten Vorgesetzten eingereicht.
Dieser stellt sicher, dass die für die Dokumentation und Bearbeitbarkeit erforderlichen Daten enthalten sind.”
Es zeigt sich also wieder, das man sich bei Volkswagen nicht an die Betriebsvereinbarung hält. Es zeigt auch, wie mit Mitarbeitern und deren Verbesserungsvorschlägen bei VW umgegangen wird.
Hier ein Vergleich dazu, wie Pischetsrieder es mit seinen Leitlinien (eigentlich) gewollt hat:
ERNEUERUNGSFÄHIGKEIT (Leitlinie VW Konzern)
Ideen mit Mut, Zähigkeit und Ausdauer durch das Unternehmen zu tragen, ist genauso wichtig wie die Idee selbst. Jeder Mitarbeiter sollte persönlich für seine Ideen kämpfen und offen sein für die Ideen anderer. Pischetsrieder: „Erfolg ist der größte Feind der Erneuerung. Dagegen helfen nur gute Mitarbeiter mit Mut, Kreativität und Phantasie.“
Zwischenzeitlich liegen mehrere Mitteilungen des Mitarbeiters Mohr vor!
(siehe dazu unten = Mitteilung von Herrn Mohr der Volkswagen AG an Herrn Beutler)
Auch Beutler wird wohl Strafanzeige gegen Dr. Friedhelm Marciniak und Gerhard Klenner stellen.“
Zitat Ende
Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung der Mobbing-zentrale Hamburg zitiert.
Den Originaltext findet ihr im „Arbeitskreis VW“ (könnt ihr im Google suchen)
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Carsten blue
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#5
Alt 21.10.2004, 17:00
Horst Beck Horst Beck ist offline vbmenu_register(”postmenu_99360″, true);
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Standard AW: Arbeitskreis VW
Da wundert mich gar nichts mehr!!!
die Frage, die ich mir stelle ist, wozu ist der Betriebrat da bei VW ???
Vor kurzem laß ich einen Bericht in dem stand, der BR sei der verlängerte Arm der Geschäftsleitung bei VW.
Das scheint tatsächlich so zu sein!!!
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Horst Beck
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#6
Alt 21.10.2004, 17:57
dieschlaue dieschlaue ist offline vbmenu_register(”postmenu_99432″, true);
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Beiträge: 12.762
Standard AW: Arbeitskreis VW
Alles umsatteln, Leute ! Fahrt keine VW’s mehr !
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